Amlou oder Marokkanisches Nutella

Guten Morgen Ihr Lieben

wer von Euch kennt diese köstliche Spezialität aus Marokko?
Amlou ist eine Paste,die in Marokko nur mit den allerbesten Zutaten hergestellt
wird,zb aus Honig und Arganöl.Honig ist genauso wie Arganöl ein kostbares
Naturprodukt.Alleine das Arganöl,man nennt es auch das Marokkanische Gold
wird sehr aufwendig von Hand hergestellt.Millionen von Argannüssen,werden
von den Marokkanischen Frauen von Hand aufgeschlagen.Die Argannuss ist
so hart,das es dazu sehr viel Erfahrung und Geschick braucht sie zu knacken.
Deshalb zählt dieses Öl zu den teuersten der Welt.1 Liter Arganöl kostet zwischen
100 und 120 Euro,aber es lohnt sich jeder Tropfen.Durch unsere vielen Reisen
nach Marokko habe ich das herstellen,dieser Delikatesse von der Mutter meines
Schwiegesohns erlernt.Amlou essen die Marokkaner meist zum Frühstück oder
zum Nachmittagstee.Es wird in einer flachen Schale zum dippen mit Fladenbrot
serviert.Das Rezept zum Brot findet Ihr hier,
http://grannyserbse.de/rkhayfte-arabisches-brot/

Bei all meinen Besuchen in Marokko ist es immer Amlou und Slilou was ich
als erstes esse. (Zu Slilou komme ich in einem der nächsten Blogs )

Das Arganöl und viele Produkte zum Arganöl,wie zb. Naturkosmetik,
bekommt Ihr auch bei „Petit Maroc“ . https://www.facebook.com/DepotPetitMaroc/
Arganöl wird übrigens auch in der Naturkosmetik verwendet.
Die Erbsenkinder werden regelmäßig nach dem Baden damit eingeölt.
Auch für die Babypflege sehr gut geeignet.

Der Arganbaum

Der Methusalem wächst heute nur im UNESCO-Biosphärenreservat
Marokko ist das einzige Land weltweit, in dem Arganöl produziert wird. Das Öl wird aus den Früchten des Arganbaums gewonnen. Der Baum, mit dem botanischen Namen Argania spinosa und dem deutschen Namen Arganie, auch als „Eisenholzbaum“ bezeichnet, gehört zu den ältesten Bäumen unserer Erde. Es wird vermutet, dass der Baum schon vor etwa 65 Millionen Jahren (einige Literaturangaben gehen von 80 Millionen Jahren aus) im Mittelmeerraum, in Nordafrika und Südeuropa verbreitet war. Heute ist das natürliche Vorkommen auf ein Gebiet im Südwesten Marokkos begrenzt. Das Gebiet ist 1998 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt worden.

Die immergrüne Arganie wird 10 bis 12 Meter hoch und ist weit ausladend mit einem Kronendurchmesser von etwa 15 Metern und einem Umfang von 70 Metern. Das anspruchslose Gehölz ist an den Wüstenstandort angepasst, verträgt sogar Temperaturen über 50 Grad Celsius und kann längere Trockenperioden überstehen. Dann werden allerdings die Blätter abgeworfen. Arganien werden allgemein etwa 200 Jahre alt, wobei auch bis zu 400 Jahre alte Bäume gefunden wurden.

Bereits nach fünf Jahren erscheinen in den Blattachseln die ersten gelblichen Blüten, aus denen sich dann die gelben, pflaumenähnlichen Steinfrüchte entwickeln. Für das Ausreifen brauchen sie etwa ein Jahr. In feuchten Jahren sind alle Reifestadien an einem einzigen Baum zu finden. In Trockenzeiten werden keine Früchte ausgebildet. Der Hauptertrag wird von 50- bis 60-jährigen Bäumen erzielt. Dann ist pro Baum mit einem Ertrag von 30 Kilogramm Früchten zu rechnen, das entspricht etwa 21 Kilogramm Argannüssen aus denen etwa 2,3 Kilogramm Argankerne gewonnen werden, die schließlich nur etwa 1 Liter reines Arganöl ergeben.

Da die Arganbäume stark stachlig sind, muss man warten, bis die reifen Früchte zwischen Juli und September zu Boden fallen. Ein Schütteln, wie bei Oliven üblich, ist hier nicht erlaubt. Das Sammeln der Früchte und die Weiterverarbeitung werden von den Berberfrauen vorgenommen, die sich in Kooperativen zusammengeschlossen haben. Verbreitet ist die traditionelle Handpressung. Dazu wird das Fruchtfleisch von der Nuss entfernt. Die Nüsse werden mit einem Stein zerschlagen. Die Schale ist um ein mehrfaches härter als die einer Haselnuss. Das Innere, die Kerne (Mandeln), werden zunächst mehrere Wochen in der Sonne getrocknet. Je nach Verwendungszweck werden sie geröstet oder ungeröstet weiterverarbeitet. Dazu werden sie mit einer Steinmühle gemahlen, der entstandene Brei mit Wasser vermischt und geknetet, wodurch sich das Öl herauslöst. Dieses wird dann abgegossen. Nachdem sich die Schwebstoffe abgesetzt haben, wird das Öl bis zu drei Mal gefiltert. Diese Handarbeit ist sehr zeitaufwändig. Bei einer anderen Methode werden die Mandeln maschinell gemahlen.

Arganöl wird seit Jahrhunderten von den Berberstämmen produziert. Es wird sowohl in der Kosmetik für Haut und Haare als auch als Speiseöl in der Küche verwendet. Aufgrund seines neutralen (von ungerösteten Kernen) oder nussigen Geschmacks (von gerösteten Kernen) eignet es sich vielfältig für Salate, Vorspeisen, Dressings und zum Würzen von Fleisch- und Fischgerichten. Damit das Argan-Speiseöl nicht verdirbt, soll es dunkel, trocken und bei Temperaturen zwischen 10 und 19 Grad Celsius gelagert werden. Das Öl wird liebevoll als das „weiße“ oder „flüssige Gold Marokkos“ bezeichnet. Es besteht zu 80 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren und verfügt über einen hohen Anteil natürlicher Antioxydantien sowie wertvoller Phytosterole. Es wird gesagt, dass der Vitamin E-Anteil doppelt so hoch wie im Olivenöl ist.

Der Arganbaum liefert nicht nur Früchte, aus denen das Öl gewonnen wird. Das Fruchtfleisch und die Öl-Pressrückstände sind ein wertvolles Viehfutter. Sein hartes Holz ist ein vorzügliches Bau- und Brennmaterial. Die sehr spitzen, harten Dornen halten die meisten Fressfeinde ab. Kamele und Ziegen stören sich aber nicht daran. Nicht selten klettern die Ziegen sogar in die Kronen der Bäume.

Der Arganbaum kann bei uns als langsam wachsende Kübelpflanze kultiviert werden. Er ist im Wintergarten und im Sommer auf der Terrasse im Freien gut zu halten. Gestalterisch passt er gut zu Oliven oder anderen mediterranen Kübelpflanzen. Allerdings ist er noch nicht über allgemein handelsübliche Quellen zu beziehen, wird aber zum Beispiel im Internet angeboten. Man kann ihn sich auch selbst aus Samen oder Stecklingen ziehen, die vielleicht ein Andenken an eine Marokko-Reise sein können.

Zutaten

250 gr Mandeln

100 – 130 gr Honig

1 Prise Salz

130 – 180 ml Arganöl

Zubereitung

Ganze Mandeln im Ofen von allen Seiten gleichmäßig rösten und komplett abkühlen lassen.
Mit einem Blender oder Mixer die gerösteten Mandeln(mit Haut) zu einer glatten Paste verarbeiten. Je nach Gerät, alle paar Minuten etwas Pause machen, damit euer Gerät und Mandelpaste nicht überhitzen.

Mandelpaste, Honig und Arganöl in einem Mixer geben und solange mixen, bis sich alle Zutaten verbinden und eine feine dickflüssige Masse entsteht.

Amlou in ein sauberes Schraubglas oder ähnliches füllen und bei Zimmertemperatur aufbewahren.

Luftdicht verschlossen bleibt Amlou bis zu 4 Monate haltbar, wenn es bis dahin übrig bleibt J

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Nachmachen.

Wir wünschen Euch nun einen wunderschönen Sommertag,

Liebste Grüße

Granny und die Erbsen ❤

Armer Ritter Kuchen (Gateau de Pain perdu a la brioche et aux framboises)

Salam Aleikum lhr Lieben,

der Friede sei mit dir,so begrüßt man sich in Marokko,wo ich dieses Rezept zum ersten mal gegessen habe.Ursprünglich stammt wie der Name schon sagt,das Rezept aus Frankreich.Da aber Marokko unter Französischer Colonie stand,haben es die Franzosen mit nach Marokko gebracht.Dieses Rezept ist vergleichbar mit unserem Armen Ritter und wird ebenfalls aus Resten zubereitet.Eine wie ich finde recht köstliche Reste Verwertung. Am besten schmeckt dieses Gericht lauwarm mit etwas Vanillesoße oder Vanilleeis.Es ist wirklich Ruckzuck gemacht und da es nicht auskühlen muss kann man es auch gleich essen.Hier nun das Rezept:

Armer Ritter Kuchen mit Brioche und Himbeeren

Zutaten:

300 gr gefrorene Himbeeren

4 alte Brioche ( Rosinen oder Milchbrötchen)

4 Eier

250 ml Milch

80 gr Mehl

2 Eßl Vanillezucker

Zubereitung:

Eine kleine Kastenform oder Auflaufform gut einbuttern,den Backofen auf 180 Grad,Ober/Unterhitze vorheizen.

In einer Schüssel die Eier,den Vanillezucker und das Mehl gut verrühren und nach und nach die Milch unterrühren.Die Brioche in 1 cm dicke Scheiben schneiden und eine Lage in die ausgebürgert Form legen.Nun einpaar Himbeeren darauf verteilen und wieder mit Brioche bedecken.Himbeeren obendrauf und solange wiederholen bis alles aufgebraucht ist.Nun die Flüssigkeit über die Brioche geben und im Backofen 35 min backen.Aus dem Backofen nehmen und sofort mit Puderzucker bestreuen.Mit einer Vanillesoße,oder Eis,oder einfach nur mit Sahne genießen.

Ich bin mir sicher,das Euch diese Art von Resteverwertung gefallen wird.Wir wünschen Euch nun gutes Gelingen,einen wunderschönen Sonntagnachmittag mit viel Sonnenschein.Lasst es Euch gut gehen.

Liebste Grüße,

Granny und die Erbsen ❤

Traditioneller Hummus nach Marokkanischer Art

Ihr Lieben,

heute gibt es ein ganz besonderes Gericht von unserer Marokkanischen Familie.Man kann es zu vielem essen und auch abwandeln je nach Geschmack und Lust.Wir stellen Euch heute ein typisch Traditionelles Humus Rezept vor.Kn der Regel ist man es mit selbstgebackenen Fladenbrot,das in Marokko über dem offenen Feuer in einer großen Gusseisernen Pfanne gebacken wird.Wir Zuhause backen es ebenfalls in einer großen Pfanne,allerdings auf dem Herd.Das Rezept für das Fladenbrot,findet Ihr auch hier auf unserem Blog.Ich habe es vor etwas längerem hier schon einmal gebloggt.Nun aber zum Humus.

Zutaten:

1 kleine Dose Kichererbsen, (240 gr Abtropfgewicht )

1 Eßl Tahin ( Sesampaste aus dem Glas )

Saft von 1 Zitrone

2 Eßl Olivenöl,zzgl. Olivenöl zum Beträufeln

1 Knoblauchzehe

1 Teel gemahlener Kreuzkümmel ( Cumin )

Salz

Chiliflocken oder Cayennepfeffer

Zucker

Zubereitung:

Die Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen und in einen Mixer oder hohen Mixbecher geben.Die Tahin,den Zitronensaft und das Olivenöl dazugeben.Den Knoblauch schälen und grob in Stücke schneiden und mit dem Kreuzkümmel ( Cumin ),hinzufügen.Alles im Mixer oder mit dem Mixstab fein pürieren.Dazu soviel kaltes Wasser hinzugeben,das eine Cremige Masse entsteht.Mit Salz,Chiliflocken oder Cayennepfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.Passt sehr gut zum dippen von Gemüsesticks oder frischem Fladenbrot.Vor dem servieren mit einem kleinen Strahl Olivenöl beträufeln und genießen.In einer Frischhaltebox hält sich das Humus 4 – 5 Tage.

Tipp: Ersetzt den Zitronensaft,gegen Orangensaft und gebt einpaar Orangenzesten hinzu.Mit frisch gehackter Zitronenmelisse bestäubt,ergibt es ein ganz anderes Aroma,das ebenfalls sehr köstlich schmeckt.Humus ist ein absolutes muss auf jeder Meze Tafel.

Wir wünschen Euch gutes Gelingen und viel Spaß bei der Zubereitung.

Liebste Grüße,

Granny und die Erbsen ❤

Rkhayfte (arabisches Brot)

Zutaten:

500 – 700 g Mehl
1 Würfel Hefe
1 kleiner Teelöffel Salz
lauwarmes Wasser bis sich ein geschmeidiger Teig bildet

Zubereitung:
500 – 700 Gramm Mehl in eine Schüssel sieben. Eine Mulde in das Mehl drücken und die Hefe in die Mulde bröseln. Die Hefe in etwas Wasser auflösen. Das Salz am Rand verteilen. Nun soviel lauwarmes Wasser hinzugeben, bis sich der Teig vom Rand löst und ein geschmeidiger Teig entsteht. Man könnte den Teig auch in einer Küchenmaschine herstellen, aber mein Schwiegersohn schwört auf Handarbeit und sagt, man muss den Teig fühlen, erst dann kann man feststellen ob der Teig gut wird.
Nun den Teig an einem warmen Ort, cirka 30 Minuten gehen lassen.
Nach cirka 30 Minuten den Teig nochmals durchkneten. Dann den Teig 1 cm dick ausrollen und mit einem Wasserglas Kreise ausstechen. Die Kreise auf ein bemehltes Tuch legen, abdecken und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Nun eine beschichtete Pfanne ohne Öl, auf den Herd stellen und bei höchster Stufe aufheizen. Die Kreis nun in die Pfanne legen und von beiden Seiten golden backen. Vorsicht, sie verbrennen schnell, deshalb nicht aus den Augeen lassen und gegebenenfalls die Temperatur etwas reduzieren. Wenn sie golden sind, sind sie fertig.
Die Rkhayfe in eine Schüssel legen und sofort mit einem Tuch abdecken.

Die Rkhayfe schmecken zu Gegrilltem, zum Frühstück mit Amlou (marokkanischer Mandelmusaufstrich), zu Salat,
zu allen Fleischgerichten und vielem mehr.

Ich wünsche Euch viel Spaß bei der Zubereitung und guten Appetit.
Liebste Grüße, Granny’s Erbse

In den nächsten Wochen werde ich Euch auch das Rezept von Amlou (marokkanischer Mandelmussaufstrich) verlinken.